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Stadt Pfaffenhofen a.d.Ilm - das Tor zur Hallertau

Im Herzen Bayerns, eingebettet in die malerische Hügellandschaft der Hallertau (Holledau), liegt die Stadt Pfaffenhofen a.d. Ilm. Allgegenwärtig sind in diesem Gebiet die Hopfengärten: Sie prägen das Bild der Landschaft, verleihen ihr einen unverwechselbaren Charakter. Das sanfthügelige Land ist ideal für Radfahrer, Wanderer und Spaziergänger.

Auf einer heute bewaldeten Bergkuppe, von der aus einstmals das ganze Ilmtal übersehen werden konnte, errichteten Menschen der Bronzezeit (um 1800 bis 700 vor Christus) eine befestigte Höhensiedlung. Wie rund 2000 Jahre später der Ort Pfaffenhofen entstanden ist, konnte bis heute nicht zweifelsfrei erforscht werden. Wesentlichen Einfluss gewann Pfaffenhofen im Jahr 1119 durch die Umwandlung der einstigen Burg der Grafen von Scheyern in ein Benediktinerkloster.

1197 wird Pfaffenhofen erstmals als Markt erwähnt, im Jahr 1318 als „oppidum“ (befestigte Siedlung). Mit der Verleihung von Marktrechten und der Erhebung Pfaffenhofens zum Sitz eines Landgerichts durch die Wittelsbacher gewann der Markt zunehmend an Bedeutung. Im Jahre 1388 wurde Pfaffenhofen im Städtekrieg fast völlig niedergebrannt. Nach dem Wiederaufbau und der Befestigung mit einer 1,5 Kilometer langen Ringmauer samt vier Stadttoren und 17 Türmen ist Pfaffenhofen 1438 erstmals als Stadt beurkundet. So hatte der Ort in seiner Ummauerung nicht nur einen Schutz, sondern auch das äußere Gepräge einer Stadt. Von einst 17 Stadttürmen ist als einziger der Pfänderturm, auch Hungerturm genannt, unverändert stehen geblieben.

PAF_Hungerturm_reduza

Der 30-jährige Krieg brachte 1632 die Pest nach Pfaffenhofen. Von 1800 Einwohnern überlebten nur 700, und es dauerte nahezu 200 Jahre, bis die alte Einwohnerzahl wieder erreicht war. Große Entwicklungssprünge machte die Stadt durch den Eisenbahnbau (1865 bis 1867) und die Elektrifizierung zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Derzeit leben etwa 23 000 Menschen in der Kreisstadt Pfaffenhofen a.d. Ilm mit den Ortsteilen.

PAF_Heimatmuseuma

Am Hauptplatz von Pfaffenhofen befindet sich noch heute einer der letzten Wachszieher und Lebzelter Bayerns. Bis in die in die 90er Jahre des letzten Jahrhunderts trafen sich die Bauern in Pfaffenhofen beim wöchentlichen Ferkelmarkt. Dabei wechselten zahlreiche Tiere aus dem eigenen Stall den Besitzer. Das Geschäft wurde per Handschlag besiegelt. Weiter war bis in die 90er Jahre typisch für Pfaffenhofen das Anfahren der Hopfenballen durch die Hopfenbauern zur städtischen Siegelhalle mit Hopfenwaage. Heutzutage werden die Hopfenballen direkt am Hof der Bauern abgeholt.

Im Ortsteil Streitdorf weist der Drei-Bistums-Stein darauf hin, dass sich hier die drei Bistümer Augsburg, München-Freising und Regensburg berühren. In einem Waldstück von Menzenpriel stehen Totenbretter, die früher zur Aufbahrung der verstorbenen Angehörigen dienten. Weitere Raritäten und Sammlungen der Vorfahren sind im Museum (Messnerhaus) und im Museumsdepot Heißmanning untergebracht.

PAF_Totenbretter_in_ Menzenpriela

Das alte Rentamt am oberen Hauptplatz hat eine reiche Geschichte und stammt im Kern aus dem Mittelalter. Das Gebäude war lange Jahre Rathaus, später kurfürstliches Rentamt und wird heute vom benachbarten Landratsamt genutzt. An dieser zentralen Stelle hatte einst Ludwig der Kelheimer seine Burg errichtet, die beim großen Stadtbrand von 1388 nieder brannte.

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Nachdem das „Städtische Schulhaus“ neben der Stadtpfarrkirche als Schule ausgedient hatte, wurde es komplett umgebaut. Im heutigen „Haus der Begegnung“ sind Fremdenverkehrsamt, Stadtbücherei, Musikschule, Theatersaal und Vereine untergebracht, so auch der Trachtenverein für die wöchentlichen Proben.

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PAF_Pfarrkirche St. Johannes Baptista
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